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Was genau sind Benzinzusätze oder was ist ein Benzinstabilisator?

Wenn man den Herstellern glauben darf, sind es kleine Wundermittel, die man dem Benzin hinzufügen soll, um die Qualität des Kraftstoffs zu verbessern, Leistung zu erhöhen, Vergaser oder Einspritzanlage zu reinigen usw., usw.

Wir wollen Euch hier einen Überblick geben was es alles so gibt, wofür die Mittelchen gut sein sollen und welche sinnvoll sein können.

Einsatzzwecke

Die Hersteller versprechen alle möglichen positiven Eigenschaften. Verbrauchsreduzierung um bis zu 25%, Verschleißreduzierung, Reinigung der Vergaser und Einspritzdüsen, Reduzierung des Schadstoffausstoßes usw.

Ethanol

Auf jeden Fall ist es aber richtig, dass die modernen Kraftstoffe einen hohen Anteil an Ethanol haben. Auch die nicht E10 Kraftstoffe! Bis zu 5% sind zulässig. Ist das ein Problem?

Ethanol ist hygroskopisch. Das bedeutet es zieht Wasser an. Das kann dazu führen, dass sich im Tank kleine „Wasserpfützen“ bilden. In älteren Fahrzeugen mit Stahltanks kann das zu Rost führen. Aber dieses Wasser ist auch ein Nährboden für Mikroorganismen wie z.B. Bakterien, Hefe und Pilze. Diese können an der Grenzschicht zwischen Wasser und Alkoholgemisch den Alkohol zu Essigsäure umbauen. Und diese Essigsäure kann dann sehr aggressiv werden und Teile der gesamten Kraftstoffversorgung angreifen.

Dieser Prozeß führt darüber hinaus noch dazu, dass die Zündfähigkeit des Kraftstoffs zurückgeht je länger der Prozeß anhält. Da gerade Old- und Youngtimer, insbesondere im Winter, selten gefahren werden, sind diese besonders gefährdet.

Was kann man tun?

Moderne Benzinzusätze setzen dabei genau bei den bakteriellen Verunreinigungen an. Bakterielle Verunreinigungen werden aufgelöst, Wasser gebunden und dann über den Abgasstrom abgeführt.

Bactofin

Der Zusatz aus dem Hause Wagner Spezialschmierstoffe ist in verschiedenen Packungsgrößen verfügbar und wird im Verhältnis 1:1000 dem Otto Kraftstoff beigegeben. 25 ml in der Dosierkappe reichen also für 25 Liter Kraftstoff. Laut Hersteller löst es bakterielle Verunreinigungen auf, reinigt schonend das komplette Kraftstoffsystem und schmiert Einspritzdüsen, Vergaserklappen und Pumpenmembranen.

Durch die Beigabe von Bactofin wird die Oktanzahl des Kraftstoffs erhöht und stabilisiert.

Obendrein kann auf weiteren Bleiersatz verzichtet werden.

 

Liqui Moly Benzinstabilisator

Auch der Benzinstabilisator von Liqui Moly verspricht konservierende und schützende Eigenschaften. Ebenso soll er die Zündwilligkeit des Kraftstoffes erhalten. Anders als bei Bactofin reichen hier 25 ml nur für 5 Liter Kraftstoff. Es ist als 4 mal mehr von dem Zusatz erforderlich. Das muss beim Preisvergleich berücksichtigt werden.

Weiterhin gibt der Hersteller nicht an, dass auf einen Bleiersatz verzichtet werden kann.

 

Desolite K von Autol

Weniger bekannt in Deutschland ist das Desolite K von Autol. Es ist aber speziell für Fahrzeuge und Maschinen entwickelt worden, die saisonal eingesetzt werden. Es soll konservierend für den Motorinnenraum inkl. des gesamten Kraftstoffsystems wirken.
Anders als bei den bisher genannten Produkten kann es für Benzin und Diesel verwendet werden.

Das Mischungsverhältnis wird vom Hersteller mit 1:25 bis 1:100 angegeben und bewegt sich damit zwischen den anderen Produkten.

Auch hier wird nicht extra auf den Verzicht von zusätzlichem Bleiersatz hingewiesen.

Fazit

In der Summe bietet Bactofin das beste Gesamtpaket.

Es hat die gleichen Eigenschaften wie die anderen vorgestellten Produkte. Darüberhinaus macht es den Einsatz eines weiteren Bleiersatz überflüssig. Das empfohlene Mischungsverhältnis liegt mit 1:1000 am oberen Ende im Vergleich zu den anderen Produkten.


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